Hundetraining mit Herz, Verstand und feiner Nase

Individuelles Training, Mantrailing und Tellington TTouch für Mensch-Hund-Teams.

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Über mich

Ich bin Heidi, Jahrgang 1978, und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Hunden Rufus und Semmel, zwei Magyar Vizsla, in Großbardorf.

Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben. Mein Vater war Jäger und führte Deutsch Kurzhaar jagdlich. Die Rolle von Hunden war damals jedoch eine andere als heute. Viele Hunde lebten im Zwinger, und auch der Umgang mit ihnen war oft deutlich rauer. Als mein Vater beruflich mehrere Monate unterwegs war, übernahm ich die Betreuung seines Hundes Heros und kümmerte mich eigenständig um ihn.

Als junges Mädchen bekam ich meinen ersten eigenen Hund: Wastl, einen roten Kurzhaardackel. Er war der erste Hund in unserer Familie, der als vollwertiges Familienmitglied im Haus lebte. Wastl war ein unkomplizierter Begleiter und bereicherte unseren Alltag auf ganz natürliche Weise. Er blieb an meiner Seite, bis ich 23 Jahre alt war.

Heidi, Christoph und Jack

Aus beruflichen Gründen lebte ich anschließend einige Jahre ohne Hund. Doch der Wunsch nach einem vierbeinigen Begleiter wurde immer größer. Mein Mann und ich verliebten uns schließlich in die Rasse Weimaraner, und so zog Jack bei uns ein.

Jack war bereits zweieinhalb Jahre alt und hatte schon einiges erlebt. Dass uns die Vorbesitzerin sogar ein Stromhalsband mitverkaufen wollte, hätte uns vielleicht stutzig machen sollen. Damals vertraute ich jedoch auf meine Erfahrungen mit Jagdhunden und war überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen würden.

Schon nach wenigen Tagen kam es zum ersten Beißvorfall. Das Zusammenleben wurde zunehmend schwieriger. Andere Menschen konnten unser Haus kaum betreten, Spaziergänge planten wir so, dass wir möglichst niemandem begegneten. Schließlich suchten wir Hilfe.

Unsere ersten Erfahrungen mit professioneller Unterstützung waren leider ernüchternd. Es wurden Methoden eingesetzt, die heute nicht mehr zu meiner Vorstellung von Hundetraining passen. Auch in einer späteren Hundeschule wurde mit aversiven Maßnahmen gearbeitet. Die Folge war unter anderem ein schwerer, nicht operabler Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich bei Jack.

Oft fühlten wir uns unwohl dabei, auf diese Weise mit unserem Hund zu arbeiten. Gleichzeitig fehlten uns Alternativen. Die Stimmen aus unserem Umfeld, Jack abzugeben oder einschläfern zu lassen, wurden immer lauter. Für uns kam das nie infrage. Wir liebten ihn und gestalteten unser Leben so, dass er bei uns bleiben konnte.

Als wir Jack im Alter von zehn Jahren aufgrund eines medizinischen Notfalls sehr plötzlich verloren, waren wir unendlich traurig.

 

Nach einiger Zeit wurde uns klar, dass wir unser Leben wieder mit einem Hund teilen möchten. Diesmal wollten wir alles von Anfang an möglichst gut machen. Nach intensiver Beschäftigung mit verschiedenen Hunderassen fiel unsere Wahl auf den Magyar Vizsla. Im November 2016 zog Rufus bei uns ein.

Rufus war ein wunderbarer Hund – und gleichzeitig eine echte Herausforderung. Welpen und Junghunde können anstrengend sein, Rufus war es ganz besonders. Leider sammelte er in seiner ersten Hundeschule keine guten Erfahrungen mit anderen Hunden. Gleichzeitig brachte das Leben weitere Herausforderungen mit sich, sodass ich zeitweise zwei Haushalte versorgen musste und weniger Zeit für seine Erziehung hatte, als ich mir gewünscht hätte.

Rufus war stets voller Energie, stark nach außen orientiert und in manchen Situationen kaum ansprechbar. Also machten wir uns erneut auf die Suche nach Unterstützung. Auch diesmal konnten wir Fortschritte erzielen, doch viele Trainingsansätze basierten weiterhin auf Negativreizen wie Wasserspritzflaschen oder Rappeldosen.

Wieder stellte sich mir die Frage: Muss es nicht einen besseren Weg geben?

Ich begann zu lesen, zu recherchieren und mich intensiv mit modernen, fairen Trainingsmethoden zu beschäftigen.

2019 entdeckten wir das Mantrailing für uns. Schnell zeigte sich, wie gut diese Form der Nasenarbeit zu Rufus passte. Die Begeisterung für diese Arbeit wuchs so sehr, dass mein Mann und ich 2022 die Ausbildung zum Mantrailing Instructor bei Mantrailing International absolvierten.

Parallel dazu absolvierte ich die Ausbildung zur Hundetrainerin, um mein Wissen weiter zu vertiefen.

Während der Corona-Zeit nutzte ich die zusätzliche Zeit, um mich intensiv mit gewaltfreiem und bedürfnisorientiertem Umgang mit Hunden zu beschäftigen. Dabei stieß ich auf die Tellington TTouch® Methode.

Schon unser erstes Seminar bei Katharina Medaglia begeisterte uns nachhaltig. Diese achtsame und freundliche Art, mit Hunden zu arbeiten, tat Rufus sichtbar gut. Bald folgte ein weiteres Seminar, und schließlich entschied ich mich, zusätzlich zu meiner Hundetrainer-Ausbildung die mehrjährige Ausbildung zum Tellington TTouch Practitioner für Hunde zu absolvieren.

Die Tellington TTouch® Methode hat meine Sicht auf Hunde und meine Arbeit grundlegend verändert. Sie ergänzt meine Arbeit heute auf ideale Weise und hilft mir dabei, Hunde und Menschen individuell und ganzheitlich zu begleiten.

Durch meine eigenen Erfahrungen weiß ich, wie hilflos, verzweifelt und überfordert man sich fühlen kann, wenn der eigene Hund Verhaltensprobleme zeigt oder der gemeinsame Alltag zur Herausforderung wird.

Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, Hundehalter auf ihrem Weg zu begleiten. Ich bin überzeugt, dass man auch schwierige Situationen ohne Strafen oder Gewalt meistern kann. Mit Geduld, Wissen, Einfühlungsvermögen und fairen Trainingsmethoden unterstütze ich Sie dabei, Ihren Hund besser zu verstehen, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen und eine vertrauensvolle, harmonische Beziehung aufzubauen.